FAQs

Antworten auf Fragen rund um die BürgerEnergie Berlin, unsere Kampagne #zuvielKohle und unsere Aktivitätsfelder findest Du hier.


Ja, zum Beispiel indem Sie unsere Idee weiterverbreiten oder uns bei der Kampagne unterstützen. Wir können jede helfende Hand gebrauchen! Hier können Sie mitmachen.

Vattenfall Europe gehört zu 100 Prozent dem schwedischen Staatsunternehmen Vattenfall AB. Vattenfall AB hat eine Klage vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington gegen die deutsche Bundesregierung angekündigt und fordert Entschädigungen in Milliardenhöhe wegen deren jüngsten Beschlüssen in der Atompolitik.
Vattenfall Europe betreibt nicht nur die Stromverteilnetze in Berlin und Hamburg, sondern auch zahlreiche Kohlekraftwerke, ist Miteigentümer des Atomkraftwerks Brokdorf sowie der mittlerweile stillgelegten Atommeiler Krümmel und Brunsbüttel. Vattenfall Europe setzt sehr viel stärker auf die extrem klimaschädliche Braunkohle als andere Energiekonzerne.

In der BürgerEnergie Berlin können auch Minderjährige Genossenschaftsmitglied werden. Dafür ist allerdings die Zustimmung des Erziehungsberechtigten notwendig. Wenn Sie für Ihre Kinder Genossenschaftsanteile erwerben wollen, geben Sie auf dem Mitgliedsantrag bzw. dem Treuhandvertrag den Namen Ihres Kindes an und schreiben den Namen des Kontoinhabers bei der Bankverbindung dazu. Unterschreiben müssen beide Erziehungsberechtigte.
Sollte der Netzkauf nicht zustande kommen, werden die Treugelder an das angegebene Konto zurück überwiesen. Auch die Gewinnausschüttung wird hierhin überwiesen. Sobald Ihr Kind 18 Jahre alt wird, gehören die auf seinen Namen eingetragenen Anteile und somit das Stimmrecht ihm. Wenn die Gewinnausschüttung ab diesem Zeitpunkt auf ein anderes Konto überwiesen werden soll, müssen Sie bei der BürgerEnergie Berlin die Kontodaten ändern lassen. Die Genossenschaftsanteile können im Übrigen auch weitervererbt werden.

Nein. Schließlich brauchen wir für den Kauf des Berliner Stromnetzes und unsere anderen Projekte eine ganze Menge Geld. Und da jedes Genossenschaftsmitglied unabhängig von der Höhe seiner Anteile nur eine Stimme hat, besteht die Gefahr der übermäßigen Einflussnahme Einzelner nicht.

Die BürgerEnergie Berlin ist als Genossenschaft nicht gemeinnützig und kann deshalb keine Spendenbescheinigungen ausstellen.

Nein. In unserer Satzung ist die sogenannte Nachschusspflicht für Mitglieder ausgeschlossen. Jedes Mitglied haftet also maximal mit seinen Geschäftsanteilen, darüber hinaus nicht.

Wenn Du bereits Mitglied bist und zusätzlich zu Deinen bereits gezeichneten Anteilen weitere Genossenschaftsanteile erwerben möchtest, nutze dafür einfach diese »Aufstockererklärung«. Fülle das Formular aus und sende es uns unterschrieben per Post zu.
Der Mindestbetrag für die Aufstockung beträgt 100,00 Euro (entsprechend einem Genossenschaftsanteil). Wenn es Dir möglich ist, erwerbe bitte mindestens fünf zusätzliche Anteile. Für die Aufstockung Deiner Anteile benötigen wir von Dir nur Deine persönlichen Daten und eine Einzugsermächtigung bzw. ein SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug des Betrags für die zusätzlichen Anteile. Die Angabe Deiner Mitgliedsnummer ist nicht nötig.

Wenn Du bereits Genossenschaftsmitglied bist, kannst Du auch eine zusätzliche Option zeichnen, ohne weitere Geschäftsanteile zu zeichnen. Nutze dafür bitte ebenfalls die Aufstockererklärung und sende uns das unterzeichnete Formular per Post zu.

Ja, zum Beispiel, indem Du Dich mit anderen zusammentust und Ihr gemeinsam Mitglied der Genossenschaft oder Treugeber werdet. Ihr habt dann gemeinsam eine Stimme in der Genossenschaft. Für das Abstimmungsverhalten in der Genossenschaft, die Gewinnaufteilung und die korrekte Versteuerung nach den persönlichen Steuersätzen der Beteiligten sind die Beteiligten dann selbst verantwortlich. Wenn Du mit mehreren Personen gemeinsam Treugeber oder Mitglied werden möchtest, einigt Euch bitte unbedingt gleich zu Beginn darauf, wer in der Genossenschaft vertreten soll! Tragt im Beitrittsformular oder Treuhandvertrag Euren Vertreter und Ansprechpartner für die BürgerEnergie Berlin oder die Treuhänderin ein. Der Vertreter oder die Vertreterin nimmt dann die Rechte und Pflichten in der Genossenschaft und gegenüber der Treuhänderin wahr.

Die Kampagne #zuvielKohle unterstützen kannst Du aber auch mit einem kleinen Förderbeitrag (für Förderbeiträge gibt es selbstverständlich keinen Mindestbetrag – uns hilft jeder Euro!) oder ganz ohne Geld, indem Du unsere Idee verbreitest oder uns mit ehrenamtlicher Mitarbeit unterstützt. Hier erfährst Du mehr.

Nein. Jedes Genossenschaftsmitglied der BürgerEnergie Berlin hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seines eingebrachten Kapitals. Wer 500 Euro einzahlt, hat eine Stimme. Wer 500.000 Euro einzahlt, auch.

Ja. Jedes Mitglied kann mit einer dreijährigen Frist seine Mitgliedschaft kündigen und hat dann Anspruch auf Auszahlung seiner Genossenschaftsanteile. Diese Fristen sind wichtig für die Handlungsfähigkeit der Genossenschaft. Zusätzlich sieht unsere Satzung ein Sonderkündigungsrecht vor für den Fall, dass es nicht zum Kauf des Berliner Stromnetzes kommt. Dann sind ein Austritt und eine Rückerstattung der Gelder innerhalb weniger Monate möglich.

Ja. Die Mitgliedschaft in unserer Genossenschaft ist nicht auf Berlinerinnen und Berliner begrenzt. Auch Bürgerinnen und Bürger aus anderen Teilen der Bundesrepublik oder anderen Ländern können Mitglieder oder Treugeber der BürgerEnergie Berlin werden. Denn mit unserem Vorhaben wollen wir auch ein weithin sichtbares Zeichen für eine bürgereigene und ökologische Energieversorgung setzen.

Ja. Auch juristische Personen, also Vereine, Unternehmen etc., können Treugeber und Mitglieder der BürgerEnergie Berlin werden. Sie erwerben genau wie natürliche Personen Anteile und nehmen ihre Rechte in der Genossenschaft durch einen Vertreter wahr.

Wir haben uns für die Genossenschaft entschieden, weil sie die ideale Rechtsform ist, um unsere demokratischen Ziele zu verwirklichen: Jedes Mitglied der Genossenschaft hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seiner oder ihrer Anteile. Das heißt also, dass jedes Mitglied in gleicher Weise an den grundlegenden Entscheidungen beteiligt ist, ganz egal, wie viel Geld es einbringt.
Ein– und Austritte sind bei Genossenschaften – anders als bei anderen Rechtsformen – ohne großen Aufwand und Kosten möglich. Dadurch können problemlos auch viele kleine Anteilseigner beteiligt werden. Beim Ausscheiden aus der Genossenschaft haben die Mitglieder keinen Anspruch auf Auszahlung des inneren Wertes, d.h. die Anteile können im Wert nicht über die ursprünglich eingezahlte Summe steigen. Das Unternehmen kann dadurch langfristig arbeiten.
Gleichzeitig ist die Genossenschaft ein schlagkräftiges Wirtschaftsunternehmen, das sich besonders im Energiebereich bewährt hat.

Um mitmachen zu können, soll jedes Mitglied mindestens 5 Anteile à 100 Euro (und jeder Treugeber) mindestens 500 Euro beitragen. Eigentlich ist bereits dieser Betrag verwaltungstechnisch kaum zu rechtfertigen, denn es entsteht ein hoher Verwaltungsaufwand pro Person. Die BürgerEnergie Berlin hat sich trotzdem bewusst für diesen Mindestbeitrag entschieden, um auch Menschen mit geringeren finanziellen Möglichkeiten die Beteiligung zu ermöglichen.

eG“ steht für „eingetragene Genossenschaft“. Die Genossenschaft BürgerEnergie Berlin eG wurde im Dezember 2011 gegründet und ist im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts in Berlin unter der Nummer GnR 734 eingetragen.

Wer uns mit voller Kraft unterstützen will, wird Genossenschaftsmitglied. Als Mitglied sind Sie mit sofortiger Wirkung stimmberechtigt in der BürgerEnergie Berlin eG und steuern Geld für unsere Projekte in Form von Genossenschaftsanteilen bei. Für die Geschäftsanteile gilt allerdings unsere Satzung – sollten beim Aufbau der Genossenschaft Verluste entstehen, kann die Mitgliederversammlung der Genossenschaft beschließen, dass die Geschäftsanteile verwendet werden, um diese Verluste zu decken. Als Mitglied trägst Du also mit vielen anderen gemeinsam ein kleines Stück des Risikos, das wir mit unseren Projekten eingehen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 100 Euro, jedes Mitglied sollte möglichst mindestens fünf Anteile erwerben.

Über die Gewinnaufteilung und den Umgang mit möglichen Verlusten entscheidet die Generalversammlung der BürgerEnergie Berlin, in der jedes Mitglied stimmberechtigt ist. Die BürgerEnergie Berlin hat sich in ihrer Satzung den Grundsatz gegeben, dass mindestens 10 Prozent des Jahresüberschusses in Projekte zum Aufbau eines auf erneuerbare Energieträger ausgerichteten, sozial wie ökologisch verträglichen und nachhaltigen Energiesystems verwendet werden sollen, sofern dies die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft erlaubt. Ein Teil der Gewinne soll an die Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet werden.
Sollte die BürgerEnergie Berlin Verluste machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Umgang damit. Einerseits wird in der Genossenschaft eine Rücklage aus den Gewinnen gebildet, um Verluste abzufedern. Darüber hinaus hat die Generalversammlung der BürgerEnergie Berlin auch das Recht zu beschließen, dass die Geschäftsanteile der Mitglieder zur Deckung der Verluste verwendet werden. Eine über die Geschäftsanteile hinausgehende Nachschusspflicht für die Mitglieder (oder Treugeber) gibt es nicht. Das bedeutet, dass jedes Mitglied maximal mit der von ihm als Geschäftsanteil in die Genossenschaft eingebrachten Summe haftet.

Die BürgerEnergie Berlin will gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern eine nachhaltige und bürgereigene Energieversorgung in Berlin etablieren.
Dafür engagieren wir uns in den Bereichen Ökostrom, Energiesparen, BürgerKraftwerke und dem Kauf des Berlin Stromnetzes.

Unterstütze uns dabei und mache mit!

Jedes Mitglied hat Stimmrecht in der Generalversammlung der BürgerEnergie Berlin. Damit hat er aktives und passives Wahlrecht bei der Wahl des Aufsichtsrats der Genossenschaft, kann über die Verwendung von Gewinnen und ggf. den Umgang mit Verlusten entscheiden und ist bei allen richtungsweisenden Entscheidungen über die BürgerEnergie Berlin beteiligt, die in der Generalversammlung getroffen werden. Jedes Mitglied hat außerdem natürlich das Recht, an der Gewinnausschüttung teilzunehmen. Zu den Pflichten der Genossenschaftsmitglieder der BürgerEnergie Berlin zählt die finanzielle Haftung mit ihren Geschäftsanteilen. Darüber hinaus gibt es aber keine Nachschusspflicht für die Mitglieder, diese haften also nicht mit ihrem Privatvermögen. Weiterhin sind alle Mitglieder verpflichtet, der BürgerEnergie Berlin jede Änderung ihrer Anschrift und E-Mail-Adresse mitzuteilen.
Alle Rechten und Pflichten der Mitglieder der BürgerEnergie Berlin lassen sich detailliert in der Satzung der BürgerEnergie Berlin nachlesen.

Die BürgerEnergie Berlin eG i.G. ist eine Genossenschaft, die Bürgerinnen und Bürger zusammenschließt, um gemeinschaftlich für ein nachhaltiges, klimaschonendes und bürgereigenes Energiesystem in Berlin einzutreten. Wir sind ein freier, parteiübergreifender Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern. Wer sich mit uns für dieses Ziel einsetzen möchte, ist uns herzlich Willkommen.

Unsere Kampagne beruht derzeit größtenteils auf ehrenamtlicher Arbeit. Sie ist nur möglich, weil uns viele Menschen mit Zeit, Energie und Erfahrung unentgeltlich unterstützen. Die Genossenschaftsanteile und auch die Treugelder werden nicht für die laufenden Kampagnenkosten verwendet. Nur ein kleiner Teil wird in unsere Projekte investiert – der Großteil verbleibt für den Netzkauf des Berliner Stromnetzes. Für den Start unserer Kampagne konnten wir einige Mittel durch Sponsoring gewinnen, um die ersten Kosten für Materialien und unser Büro zu decken. Auf Dauer ist unsere Kampagne jedoch nur möglich, wenn viele Menschen uns mit kleinen oder großen Spenden unterstützen. Hilf mit und ermögliche die #zuvielKohle-Kampagne! Hier kannst Du uns fördern.

Die BürgerEnergie Berlin versteht sich als parteiübergeifender und freier Zusammenschluss. Wir stehen keiner Partei nahe und lassen uns nicht vereinnahmen, sondern sind offen für jede Unterstützung für ein Stromnetz in Bürgerhand – egal welche politische Farbe sie hat.

Der Kauf von Genossenschaftsanteilen kann steuerlich nicht geltend gemacht werden und Verzinsungen bzw. Dividenden sind wie von einer GmbH in die Steuererklärung mit aufzunehmen. Verlustzuweisungen sind nicht möglich.

Alle Zahlungen gelten als Gewinnausschüttungen, nicht als Zinsen. Sie sind zu versteuern. Durch die Abgeltungssteuer gilt seit dem 1. Januar 2009 ein allgemeiner Steuersatz von 25 Prozent auf Dividenden, auch solche aus Genossenschaftsanteilen. Zusätzlich müssen die Anleger derzeit 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zahlen. Die Abgeltungssteuer ist eine Quellensteuer, die direkt abgeführt wird. Anleger, deren Grenzsteuersatz deutlich über dem Satz der Abgeltungssteuer liegt, zählen zu den Gewinnern der Reform. (Sie müssen also nicht noch einmal zusätzlich Steuern zahlen.)
Wer einen persönlichen Grenzsteuersatz von weniger als 25 Prozent hat, kann die Differenz über die Steuererklärung zurückfordern. Der Sparerpauschbetrag ab 2009 beträgt 801 bzw. 1602 Euro. Höhere Werbungskosten können dann nicht mehr angesetzt werden.

Ja. Kein Investor kann mit viel Kapital unsere Genossenschaft dominieren oder sogar übernehmen, denn davor schützt uns unsere Rechtsform. Auch ein Investor, der große Summen beiträgt, hat in unserer Generalversammlung nur eine Stimme, genau wie jedes andere Mitglied auch.